Jehes Ende des Johann von Lienen

 
  Johann von Line, ein Sohn des Kaufmanns Johann und Bruder Liborii, geb. zu Bremen am 19. Juni 1592, studiert zu Marburg, war Doktor, Professor und ein ausgezeichneter Jurist.

Laut Kriegsakten war folgender Auftrag mit der Erteilung der Reisegenehmigung vom 11.10.1627 verbunden.
Sie bekamen Instruktionen nach welcher sie mit dem Grafen Anholt über die Freigabe der Schifffahrt auf der Weser verhandeln sollten. Also gingen sie nicht zu Tilly, sondern nach Grambke (Nord-Bremen) ins Hauptquartier des Grafen Anholt. Die Freigabe der Weser für die Schifffahrt war für Bremen sehr wichtig wegen Getreide- und anderer Zufuhren, damit keine Ernährungsschwierigkeiten entständen.

Darauf ging Johann von Lienen mit dem Syndikus Preiswerk, des Elsflether Zolls wegen, als Gesandter nach Prag und starb dort am 11. Januar 1628.
Man glaubt, sie wären beide vergiftet worden. Ihre Körper wurden einbalsamiert und in Bremen sehr prächtig beerdigt.

Der Reisepass (Reisegenehmigung) wurde am 11.10.1627 erteilt. Er beinhaltete die Reisegenehmigung zur Gesandtschaftsreise für Johann von Lienen und dem Syndikus Preiswerk nebst Dienern und Pferden.